Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Abenteuer Unternehmensgründung geht in die zweite Runde
Inspirierender Auftakt mit MWG-Alumnus Klaus Herold von medi
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Schuljahr ist das MWG-Projekt „Abenteuer Unternehmensgründung“ auch 2025 wieder gestartet – und knüpft damit nahtlos an die erfolgreiche Premiere an. Ziel der Projektreihe ist es, den Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe im Fach Wirtschaft und Recht einen möglichst praxisnahen Zugang zur Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee zu ermöglichen.
Am 14. Oktober 2025 fiel in der Aula der Startschuss zur neuen Projektrunde. Getreu dem Motto „Never change a winning team“ eröffnete erneut Klaus Herold von der Firma medi die Arbeitsphase mit einem fesselnden Vortrag zum Thema Projektmanagement. Der MWG-Alumnus verstand es dabei eindrucksvoll, den Jugendlichen die ersten vermeintlich „großen“ Hürden der Projektarbeit zu nehmen und ihnen Mut zu machen, sich Schritt für Schritt an die Umsetzung ihrer eigenen Geschäftsideen heranzutasten.
Vom ersten Impuls bis zur klaren Struktur
Herold zeigte in seinem praxisnahen Vortrag, dass ein Projekt stets einen klaren Anfang und ein definiertes Ende hat – und dass eine gute Planung entscheidend ist, um den Überblick zu behalten. „Ein Tag hat nur 24 Stunden“, betonte er mit einem Schmunzeln, „darum müsst ihr eure Ressourcen – Zeit, Fähigkeiten, Teamrollen und Zielsetzung – genau kennen.“
Er legte den Schülerinnen und Schülern nahe, sich Zwischenziele zu setzen, um Motivation und Fokus zu bewahren: Große Aufgaben wirken oft überwältigend, doch kleine Erfolge halten das Team auf Kurs. Gleichzeitig machte Herold deutlich, dass die moderne Arbeitswelt immer komplexer und schnelllebiger wird – und dass es daher unerlässlich ist, das eigene Denken anzupassen und flexibel zu bleiben.
Ein zentrales Element seines Vortrags war der Kundenfokus: „Wenn ihr eine Geschäftsidee entwickelt, dann denkt immer vom Kunden her. Nur wer versteht, was andere wirklich brauchen, kann eine Idee erfolgreich umsetzen.“
Auch die klare Rollenverteilung innerhalb eines Teams hob Herold als Erfolgsfaktor hervor – sie sei Teil der Ressourcenplanung und vermeide unnötige Reibungsverluste im Projektverlauf.
Vier Fehler, die es zu vermeiden gilt
Zum Abschluss gab Herold den Jugendlichen vier prägnante Warnhinweise mit auf den Weg – typische Stolperfallen im Projektalltag, die es zu vermeiden gilt:
- Ein unsauberer Projektstart, bei dem die Ziele nicht klar definiert sind.
- Zu wenig Zeit für die Ideenphase, was oft zu unausgereiften Konzepten führt.
- Eine unklare Aufgabenverteilung, die Verantwortlichkeiten verwischt.
- Fehlende oder schlechte Kommunikation, die Missverständnisse schürt.
Mit einem markanten Satz fasste er die Grundhaltung erfolgreicher Teams zusammen:
„Eine schlechte Entscheidung ist immer noch besser als keine Entscheidung.“
Diese motivierende Botschaft bildete den perfekten Übergang in die anschließende Projektarbeitsphase, in der die Schülerinnen und Schüler nun beginnen, ihre eigenen Geschäftsideen zu entwickeln, Marktanalysen zu erstellen und erste Prototypen zu konzipieren.
Unternehmergeist am MWG
Mit diesem gelungenen Auftakt ist der Grundstein gelegt für eine weitere spannende Runde des Projekts „Abenteuer Unternehmensgründung“. In den kommenden Monaten werden die Teams ihre Konzepte ausarbeiten und bis zum Frühjahr 2026 präsentieren – erneut vor einer fachkundigen Jury, die die besten Ideen auszeichnen wird.
Ein herzlicher Dank gilt Klaus Herold für seinen inspirierenden Beitrag und die praxisnahen Einblicke in die Welt des Projektmanagements. Sein Engagement zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll der Austausch zwischen Schule und Wirtschaft sein kann – und wie ehemalige Schülerinnen und Schüler des MWG heute dazu beitragen, die nächste Generation für Unternehmergeist und Eigeninitiative zu begeistern.
Die dem Artikel beigefügte Videodatei fasst die Highlights Projektarbeit aus dem vergangenen Jahr anschaulich zusammen und zeigt, mit welchem Engagement die Schülerinnen und Schüler damals an ihre Projekte herangegangen sind.

