Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Auf geologischer Spurensuche in der Oberpfalz
Aus Gesteinen lesen, deren Erzählungen verstehen, Spuren deuten – so arbeitet die Geologie. Um zwei für die Region sehr prägende Gesteine und deren Geschichten näher kennenzulernen, unternahm der Geologiekurs der Q12 eine Exkursion in die Oberpfalz: Das erste Ziel war der „schönste Basaltkegel Europas“ (Alexander v. Humboldt), der Parkstein. Bei einem Rundgang auf dem beeindruckenden, in der Landschaft weit aufragenden Basaltkegel des Vulkans rekonstruierten wir die Ereignisse seiner Entstehung vor 24 Millionen Jahren – was nur scheinbar alt klingt, denn in geologischer Hinsicht ist dies gerade erst geschehen! Mit der Geoparkrangerin Bettina Rüstow des Geoparks Bayern-Böhmen bewunderten wir die Basaltwand mit ihren imposanten eckigen Säulen, gingen den Spuren des Vulkanausbruchs in den Felsenkellern auf den Grund, genossen die Aussicht ins Oberpfälzer Land und erlebten die Simulation eines Vulkanausbruchs im Parksteiner Museum hautnah mit.
Bei der zweiten Station stand der wesentlich ältere Granit im Mittelpunkt. Im Steinwald gingen die Schüler:innen auf Spurensuche nach der Beschaffenheit und der möglichen Entstehung des Zipfeltannenfelsens, einer mächtigen Felsformation bei Erbendorf. Der Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen, Dr. Andreas Peterek, erläuterte schließlich die Zusammenhänge und vermittelte ein lebendiges Bild der „Steinwald-Sphinx“.
Ein herzlicher Dank geht an die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Bayreuth, die unsere Exkursion finanziell unterstützt hat, da es ihr Anliegen ist, Jugendlichen ihre Heimatregion geologisch näher zu bringen und Interesse dafür zu wecken – sie stimmt darin überein mit der Zielsetzung des Geologiekurses!
Claudia Hartig

