Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Impressionen von der Chemnitzer AbiturientInnentagung
Chemnitz ist lediglich 2 1/2 Bahnstunden von Bayreuth entfernt und deswegen sehr gut mit dem Deutschlandticket zu erreichen. Das ehemalige „Karl-Marx-Stadt“ wird seit 2020 in jeder Ecke herausgeputzt und schmückt sich mit verschiedensten kulturellen Projekten allerlei thematischer Couleur. Alles für ein Ereignis: 2025 die Kulturhauptstadt Europas zu sein.
Auch die Technische Universität glänzt mit einer frisch renovierten Bibliothek und einem modernen Campus. Beides durften wir im Rahmen der Chemnitzer AbiturientInnentagung erkunden. Die Veranstaltung „CHAT“ entführte uns in die Tiefen der europäischen Geschichte, zeigte Verbindungen zu heutigen Prozessen sowie Ereignissen auf und informierte präzise und reflektiert über aktuelle Politik. Wir durften an insgesamt fünf Workshops bzw. Seminaren teilnehmen, diese wurden jeweils durch ProfessorInnen und wissenschaftliche MitarbeiterInnen des Europainstituts der TUC gestaltet. Die Titel versprachen Vielseitiges: Ob „Dark Force Rising? – Russlands multiple Verbindungen zu Europa“ oder „Bunt und finster – laut und kantig. Das Mittelalter in Film und Musik“, wir konnten uns das Passende heraussuchen. Am besten hat uns Dreien die Veranstaltung zu Migration gefallen, denn die Professorin und ihre Mitarbeiterin zeigten uns völlig neue Seiten an einem vermeintlich altbekannten Thema.
Doch hatten wir neben der inhaltlichen Arbeit auch unseren Spaß. Da alle Teilnehmenden gemeinsam in einer Jugendherberge untergebracht waren, konnten neue Bekanntschaften ge- und verknüpft werden. Die Abendgestaltung lieferte noch so manche Vorlage zu interessanten Gesprächen, sowohl mit anderen Jugendlichen als auch mit den ProfessorInnen und weiteren MitarbeiterInnen der TUC. Gerade dies bildete eine tolle Möglichkeit, Menschen und Themen über Alters- und Bundesländergrenzen hinweg kennenzulernen, unseren Horizont zu erweitern und einige Selbstreflexion zu betreiben.
Den Abschluss machte eine interaktive Rallye durch das sonntagmorgens verschlafene Chemnitz, bei der wir so einiges über die historisch bemerkenswerte Stadt lernten. Und dann waren – wie wir fanden, viel zu bald – die Tage von CHAT vorbei und wir saßen im Zug gen Bayreuth. Wir wären gerne noch länger in Chemnitz geblieben, denn die Tage waren es ein Erlebnis, das wir weder schnell vergessen werden noch missen wollen. Ein großes Lob nochmals an den Veranstalter; die Bedingungen waren traumhaft und alles perfekt durchgeplant. Danke auch an unsere Schulleitung, die uns auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht und uns für Freitag vom Unterricht befreit hat.
Alle Leute, die sich für das Feld der sogenannten „Europastudien“ interessieren, können wir nur ermuntern, die TUC als potenzielle Alma Mater in Erwägung zu ziehen. (Wir stehen gern für Erfahrungsberichte bereit.) Außerdem grüßen wir abschließend einen ehemaligen MWG-Schüler, der anonym bleiben möchte, den wir aus reinem Zufall als Student der TUC kennengelernt haben.
Hanna Rohleder (Text und Bilder), Melissa Meyer, Franziska Lang, alle Q12

