Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Markgräfin Wilhelmines facettenreiche Welt
W-Seminar „Wilhelmine“ in Kooperation mit der Bayerischen Schlösserverwaltung
Bayreuth war zur Zeit des späten Barocks („Bayreuther Rokoko“) der Hotspot europäischer Kultur. Diesen beträchtlichen, kulturellen Aufschwung erwirkte ab dem Jahr 1732 die preußische Prinzessin Wilhelmine, die – anstatt wie geplant als zukünftige, englische Königin verheiratet zu werden – sich nach ihrer Heirat mit dem akzeptablen Markgraf Friedrich und dem kleinen Markgrafentum Bayreuth begnügen musste. Wilhelmines Enttäuschung mit der Degradierung in die Provinz war groß! Doch angelehnt an das Sprichwort „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, so muss der Berg eben zum Propheten kommen“ erschuf Wilhelmine sich ihren erträumten, kulturell hohen Standard eben kurzerhand selbst in Bayreuth!
Als Namenspatronin unseres Gymnasiums und durch ihr Interesse an allen Bereichen der Kultur eignet sie sich perfekt als Rahmenthema für das seit 2019 wiederkehrende W-Seminar „Wilhelmine“, betreut durch OStRin Katrin Buchzik-Weber.
Seit dem Schuljahr 2019 haben sich Schülerinnen und Schüler aus mittlerweile sechs Wilhelmine-W-Seminaren über die Markgräfin Wilhelmine informiert und inspirieren lassen für eigene, künstlerisch-praktische Arbeiten (inklusive Theorie-Teil). Eine Auswahl zeigte die Bayerische Schlösserverwaltung direkt in den historischen Räumlichkeiten des von der Markgräfin 1753 erbauten Neuen Schlosses in Bayreuth den ganzen Oktober 2025 lang, beginnend mit der Auftaktveranstaltung des Familientags im Neuen Schloss am 3. Oktober. Ein ganz herzlicher Dank geht an die Museumspädagogin und Dipl.-Kulturwirtin (Univ.) Frau Kornelia Weiß, die mit ihrem unerschöpflichen Wissen seit 2019 bei Exkursionen in das Neue Schloss und das Markgräfliche Opernhaus den Schülerinnen und Schülern die Markgräfin Wilhelmine wunderbar näherbringt und auch maßgeblich an der Konzeption der Ausstellung im Neuen Schloss beteiligt war.
Katrin Buchzik-Weber

