Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Report on the theatre workshop
Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 2025, und Sie sehen sich im Kino die neue Oscar-nominierte, moderne Verfilmung der Komödie „A Midsummer Night’s Dream“ von William Shakespeare an. „I think I’ve seen this film before“, denken Sie, als die Lichter ausgehen und das hochgelobte Meisterwerk beginnt. Ihre Wahrnehmung täuscht Sie nicht: Wie der Abspann verrät, spielen Schülerinnen des EKO-Kurses 2024/2025 von Herrn Pflaum des MWG die Rollen. Doch wie haben diese „Mechanicals“ einen solchen Film produziert?
Des Rätsels Lösung ist Frau Oeser. Am Dienstag, dem 11. Februar 2025, erhielt unser Kurs für Englische Konversation Besuch von Frau Oeser, einer ausgebildeten, sehr praxiserfahrenen und fröhlichen Schauspielerin, die uns bei der Umsetzung unseres Projekts unterstützen sollte. Das Stück wird so mit Sicherheit unvergesslich sein, auch wenn es die utopische Oscar-Nominierung nicht erhalten wird.
Zu Beginn des Acting-Workshops legten wir ihr unseren Plan und das angestrebte Ziel, die Verwirklichung eines Kurzfilms zu dem bereits genannten Thema, dar. Voller Tatendrang besprachen wir im Plenum zuerst die grundlegenden Unterschiede zwischen Film und Theater. Besonders auffällig war der Gegensatz zwischen übertriebener Gestik im Theater und vergleichsweise authentischem Auftreten im Film.
Da wir uns einer solchen Herausforderung, wie der Produktion eines eigenen Films, noch nie gestellt hatten, gab uns Frau Oeser unterstützende Tipps mit auf den Weg. Beispielsweise empfahl sie, Szenen mehr als zweimal aus unterschiedlichsten Perspektiven zu drehen, damit die Zuschauer*innen einen variierenden Blickwinkel auf das Geschehen erhalten. Auch eine genaue Planung und die Durchführung mehrerer Tests seien essenziell für das optimale Gelingen. Ihre Empfehlung für ein Schnittprogramm lautete „DaVinci Resolve“.
Nach der Theorie folgte die Praxis: die Probe einer ausgewählten Szene. Fünf Schülerinnen und Schüler, die die entsprechenden Rollen spielen, erklärten sich bereit, diese der Klasse vorzuführen. In diesem Ausschnitt des Stücks treten Pyramus, Thisby, Wall, Theseus und Demetrius auf. Frau Oeser half uns dabei, uns in unsere Charaktere zu versetzen und deren Eigenschaften sowie Persönlichkeiten klarer zu definieren. Beispielsweise wurde Thisby als eine von der Liebe des Pyramus unbeeindruckte, an seiner Liebe uninteressierte, lustlose Person mit monotoner Stimmfarbe dargestellt. Pyramus hingegen wurde als aufgewecktes, liebendes Wesen charakterisiert. Es war nicht nur spaßig für die Schauspielerinnen, sondern auch eine lustige Unterhaltung für die Zuschauerinnen. Alle im Raum amüsierten sich.
Nach dieser Vorführung gingen wir mit neu geweckter Motivation sofort in eine produktive Arbeitsphase in Gruppen über, um unser Drehbuch weiter zu konkretisieren und die Szenen zu überarbeiten.
Auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, sind wir dank des Workshops zuversichtlicher denn je und möchten sowohl Frau Oeser und allen weiteren Beteiligten für diese Möglichkeit als auch Herrn Pflaum für die generelle Ermöglichung dieses wunderbaren Projektes unseren großen Dank aussprechen. Es war und ist und wird weiterhin eine wirklich gewinnbringende Erfahrung sein, verbunden mit viel Spaß und Freude. Und auch wenn wir vielleicht dennoch nicht die nächsten Marilyn Monroes und Brad Pitts dieser Welt werden, in Vergessenheit wird unser Film nun auf keinen Fall geraten.

