Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Vom Klassenzimmer in die Tiefe der Erde
Im November hatten die 7. Klassen sowie die Q12 unserer Schule im Rahmen des Geographieunterrichts die besondere Gelegenheit, die Kontinentale Tiefbohrung (KTB) in Windischeschenbach zu besuchen. An drei aufeinanderfolgenden Donnerstagen (14.11., 21.11. und 28.11.) tauchten die Schülerinnen und Schüler in die faszinierende Welt der Geowissenschaften ein und erlebten spannende Themen hautnah – von der Tiefenforschung bis zum Vulkanismus.
Die faszinierende Welt unter unseren Füßen
Eine der beiden Gruppen durfte zunächst die beeindruckende Forschungsarbeit der KTB kennenlernen. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, warum genau in Windischeschenbach das tiefste noch offene Bohrloch der Welt entstand. Sie lernten, welche spannenden Informationen die Erdkruste bereithält und wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Daten nutzen, um die Prozesse im Erdinneren besser zu verstehen.
Das Highlight dieses Programmpunkts war der Erdbebensimulator, der mit großem Interesse ausprobiert wurde. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler am eigenen Körper spüren, wie unterschiedlich starke Erdbeben sich anfühlen und welche Kräfte in der Erde freigesetzt werden.
Vulkanismus: Wenn Feuer und Gestein lebendig werden
Die zweite Gruppe tauchte in die Welt des Vulkanismus ein, passend zum Lehrplanthema „Naturgeographie Europas im Überblick“. In kleinen Themengruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den unterschiedlichen Aspekten des Vulkanismus auseinander – unterstützt durch anschauliche Experimente und interaktive Modelle.
Folgende spannende Fragen wurden beispielsweise bearbeitet:
- Wie bricht ein Vulkan aus, und welche Kräfte sind dabei am Werk?
- Sind alle Vulkane Berge, oder gibt es auch andere Formen?
- Warum „spucken“ manche Vulkane Feuer, während andere weniger spektakulär erscheinen?
Dabei simulierten die Schülerinnen und Schüler einen Vulkanausbruch mit einem Modell oder untersuchten die Zusammensetzungen von Lava anhand Backpulver, Essig und Kleister. Eine Gruppe lernte wiederum, wie ein Seismograph funktioniert und ob Vulkanausbrüche mithilfe von Messinstrumenten vorhergesagt werden können.
Ein lebendiger Austausch zwischen Theorie und Praxis
Nach Abschluss des ersten Programms tauschten die Gruppen ihre Stationen, sodass jede Schülerin und jeder Schüler beide Themenbereiche erleben konnte. Der Mix aus spannender Theorie und faszinierenden Praxisexperimenten sorgte für einen lebendigen Zugang zu den Themengebieten.
Ein herzliches Dankeschön
Praxisnah, anschaulich und mit viel Begeisterung haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Tiefen der Erde erforscht, sondern auch neue Einblicke in die Welt des Vulkanismus gewonnen. Wir bedanken uns herzlich bei der KTB für diese gewinnbringenden und lehrreichen Erlebnisse, die den Geographieunterricht bereichern und verdeutlichen, dass Geographie mehr als Stadt-Land-Fluss ist.

