Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Wald erleben, verstehen und wertschätzen – Exkursion der Q12
Um ein Thema wirklich begreifen zu können, begegnet man am besten dem Original. Deshalb nutzte ein Geographiekurs der Q12 das Thema „Wald“ für eine geographische Exkursion: Unter der Leitung von Isabel Fichtner, Stellvertretende Forstbetriebsleiterin bei den Bayerischen Staatsforsten, erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Forstwirtschaft und die aktuellen Herausforderungen für den Wald. Hervorgehoben wurden zuerst die vielfältigen Funktionen des Waldes, der nicht nur CO2 und Wasser speichert, den Boden schützt und die Luft filtert, sondern auch Lebensräume für Tiere bietet und Nutzungsmöglichkeiten für den Menschen schafft.
Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass nur so viele Ressourcen entnommen werden dürfen, wie der Wald regenerieren kann. In den bayerischen Staatswäldern wird dieses Prinzip eingehalten, da bei einem jährlichen Holz-Zuwachs von 6,1 Mio. m3 nur 5,3 Mio. m3 genutzt werden. Um für die Herausforderungen des Klimawandels gewappnet zu sein, gibt es in Bayreuth einen Klimawald, in dem vielfältige und widerstandsfähige Bäume für die Zukunft angelegt und getestet werden.
In der Mittagspause genossen wir bei einem Picknick im Schatten der Bäume die Vorzüge des Waldes noch auf eine andere Weise, denn dieser bot eine angenehme Temperatur. Uns wurde bewusst, dass der Wald nicht nur Ressourcen, sondern auch Rückzugsorte, Erholung und Schutz vor Hitze leistet.
Im Anschluss daran gab uns Sebastian Thiem, der Leiter der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth, eine anschauliche und informative Führung zum Thema Erneuerbare Energien. Der Fokus lag auf dem mit Hackschnitzeln befeuerten Biomasseheizkraftwerk, das über ein Nahwärmenetz die Gebäude auf dem Gelände und in der Umgebung mit Wärme versorgt – ein Aspekt, der vielen bis dahin unbekannt war.
Die Exkursion schärfte unsere Wahrnehmung des Waldes als Lebens- und Wirtschaftsraum. Künftig werden Rückegassen, Biotopbäume, Baumschutzmaßnahmen und auch verschiedene Baumarten mit Sicherheit noch besser erkannt. Verstärkt wurde auch unser Eindruck, welch eine wertvolle Ressource der Wald ist, die es zu bewahren gilt – auch durch uns!
Claudia Hartig

